Aktuelle Studien zeigen auf, dass HIT die Anzahl medizinischer Fehler sogar erhöht, anstatt diese wie geplant zu reduzieren, wenn bei einer Implementierung keine sehr genauen Kenntnisse der Informationsanforderungen sowie der Arbeitsabläufe der Benutzer vorliegen und keine Ausrichtung auf ein auf den Menschen zentriertes Design gewährleistet ist. Es ist wichtig, dass Ärzte und Systementwickler gemeinsam sicherstellen, dass neue Technologien so gestaltet sind, dass der Arbeitsablauf unterstützt und keine technologischen „Hilfskonstruktionen“ gefördert werden, die als solche die Chance erhöhen, dass es zu medizinischen Fehlern kommt. Es ist außerdem wichtig, dass Krankenhausorganisationen, die über die Einführung neuer Technologien nachdenken, die Wichtigkeit der Einführung innerhalb der gesamten Organisation verstehen. Johns Hopkins wollte wissen, ob erfahrenere, ältere Pflegekräfte, die häufig für Verwaltungsaufgaben zuständig sind, die mobile Computerlösung am Behandlungsort genauso schnell annehmen würden, wie jüngere Mitarbeiter.
Unter Berücksichtigung dieser Ausrichtung haben Johns Hopkins, Motion und Intel eine Studie aufgesetzt, die die Bedienbarkeit des C5 MCA in einer Laborumgebung mit 137 Betten simulierte. Das Ziel dieser Studie bestand darin, die Verwendbarkeit und Verwaltbarkeit des C5-Geräts ebenso zu untersuchen, wie die Zufriedenheit des Pflegepersonals, das die Geräte in einer simulierten Umgebung einsetzte, um drei normale klinische Arbeitsabläufe durchzuführen. Hierzu gehörten die Erstbeurteilung eines Neugeborenen, die Dokumentation einer Untersuchung einer Wunde mithilfe der integrierten Kamera des C5 sowie eine Medikationsverwaltungsaufgabe mit dem C5-Strichcodescanner.